Seiltanz

Der Tod. Ein Gedanke. Ein Spaziergänger. Der Tod ist ein Gedanke, der durch meine Tage wandert. Unnahbar aber nicht fremd. Anhänglich und dennoch nie vertraut. Der Tod. Ein Gedanke. Er gehört mir. Der Tod ist mein Gedanke. Mein Spaziergänger. Der Tod ist ein Gedanke, der gedacht werden will. Ich verweise ihn meiner Tage. Er bleibt. Der Tod. Der Tod bleibt. Der Tod bleibt immer. Der Tod bleibt immer ein Gedanke. Der Tod bleibt ein Gedanke, der gedacht werden will. Ich gebe ihm nach. Ich gebe ihm nach und denke den Tod. Es ist nicht das erste Mal. Ich habe den Tod schon mal gedacht zusammen mit der Einsamkeit. Ich hatte schwer dran zu tragen und du warst ein Einfall. Eine Idee. Du warst ein Gedanke, der dem Gewicht der Einsamkeit die Schwere nahm. Du warst mein Gedanke. In Tippelschritten mit einem Schirm in der Hand und einer Frage auf den Lippen balancierte ich über dem Abgrund auf Deine Nähe zu und stolperte über eine Traurigkeit, die mich in die Tiefe riss. Das liegt noch nicht lange zurück und ist doch eine Ewigkeit her. Bis heute kann ich nicht mit Sicherheit sagen, ob Deine Nähe unerreichbar war oder, ob ich sie fürchtete aber ich bin gestürzt und es muss einen Grund gehabt haben. Die Frage aber trage ich immer noch auf den Lippen: Kannst du da und mein Gedanke sein, wenn der Tod nicht mehr nur gedacht werden will?

4 Gedanken zu “Seiltanz

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