Unsere Geschichte wiegt zu schwer.

Ein paar Mal habe ich versucht, dein Schweigen aufzuhalten oder es einzuholen, so als hätte es zwei Beine und würde mit mir um die Wette laufen. Es ist mir nicht gelungen. Du warst nie mehr da, wo ich war, und ich konnte keinen Ort finden, an dem wir uns neu hätten begegnen können. Letzte Nacht hat mein Unterbewusstsein dich auf die Bühne meines Schlafes gezerrt. Mein Traumscheinwerferlicht blendete dich. Es war zu sehen, dass du nicht da sein wolltest.

Ich baute aus Büchern eine Brücke und hoffte, wir könnten uns in ihrer Mitte treffen. Es war eine wackelige Angelegenheit. Die Brücke stürtze ein. Unsere Geschichte wiegt zu schwer. Die Worte blieben stecken zwischen den Buchdeckeln und in meinem Hals. Du warst umgeben von Schatten, die mir vertraut sind wie alte Bekannte. Einer von ihnen schubste mich zurück in die Dunkelheit dieses Novembertags.

Die Schritte, mit denen du auf hohen Hacken meiner Erinnerung und meiner Zuneigung entflohen bist, hallen seit Stunden nach.

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