Ich bin zu Hause. In der Fremde. Da, wo mein Sein stört. Zu laut. Zu viel. Zu wenig. Feindseligkeit wirft sich auf und über mich. Worte, Blicke und Hände zielen aufs Herz. Sie treffen. Das Herz bricht. Kein Stillstand. Jedes Bruchstück schlägt für sich allein. Herzbruchklopfen als Überlebensrhythmus.
Ich baue an Brücken aus Worten. Ein Balanceakt über dem Abgrund dieser Fremde, die mich seit immer überall umgibt. Ich suche nach Tönen. Es sind immer die Falschen. Einstürzendes Sein. Zu Hause. In der Fremde. Da, wo „Mehrheit“ das Argument ist, das alle und alles schlägt. Mich. Dich.
Fragen wahren den Schein. Zu Hause. In der Fremde. „Übergriffig? Wann? Spinnst du jetzt? Was für Schatten? Wo? Diskriminierung? Nicht dein Ernst?!“ Das Klischee seufzt, dass man ja heute sowieso gar nichts mehr und legt Lippenstift auf. Blutrote Kusshände fliegen in die Runde. Die Mehrheit nickt,. Lächelt. Schweigt. Zu Hause. In der Fremde. Da, wo das Sein stört.

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